Millionen von Jahren fallen die Gneisabhänge des Erzgebirges in das Tal in der Umgebung von Osek (Ossegg). Die markant gegliederte Landschaft zerteilt sich in unregelmäßig zerstreute Gebilde des Loučná- (Wieselstein-) Berglandes und steigt empor die steilen Erzgebirgshänge. So entstehen auf kleiner Fläche große Höhenunterschiede. Die niedrigste Stell finden wir im Süden beim unteren Oseker Bahnhof und die höchsten Punkte bilden die Gipfel der Berge. Über dem tiefen ruhigen Tal erhebt sich der Vlčí hora (Wolfsberg, 890 m Seehöhe), der mit seinem Namen an das zahlreiche Auftreten von Wölfen in der Umgebung in längst vergangenen Zeiten erinnert. Der langgestreckte Berg Stropník (Strobnitz) erreicht die Seehöhe von 856 m und ist eine Zierde aller Ansichten auf Osek vom Süden.
Das Gebirgsgebiet kennzeichnet sich durch ein rauhes Klima. Der Boden ist hier 10 bis 160 Tage im Jahr mit Schnee bedeckt und die Bewohner oder Besucher erleben während derselben Zeit durchschnittlich 60 bis 70 Frosttage, aber nur 10 bis 30 Sommertage. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Jänner - 5°C und im Juli 14°C, vierzig bis fünfzig Tage im Jahr ist heiteres Wetter. Bis in das 18. Jahrhundert erklang in dieser rauhen Gegend das Geheul der Wölfe, es lebten hier Bären, Luchse und selbsverständlich auch weitere Tierarten, die sich bis heute noch erhalten haben.
Die eigentliche Stadt, geschützt vom Norden vor kalten winden durch das Bergmassiv, hat ein milderes Klima. Die Durchschnittstemperatur sinkt im Jänner auf -2°C und steigt um Juli auf 19°C, es gibt hier 50 bis 60 Sommertage, Frosttage dagegen im Durchschnitt nuer 30 bis 40. Die windgeschützte Lage erwärmt die Luft und bewirkt ihre öftere Schichtung, die durch Nebel begleitet ist. das örtliche günstige Klima zog jedoch seit jeher Kolonisten an und seit Ende des 19 Jahrhunderts auch Touristen. Heute wurde die Stadt zum Ausgangspunkt für Ausflüge auf die umliegenden Berge und für Ski- und Wintersporte.
Wenn wir Osek von einem der nahen Berge betrachten, sehen wir eine Menge von Wohn- und Blockhäusern, von Familienhäusern inmitten von Grünflächen. Diesen Eindruck unterstreicht besonderes der Klostergarten und die umfangreichen Wälderum die Stadt. Auf allen Ansichten dominiert dem Stadtpanorama das Klostergebäude. Im Norden und Westen geht die Stadt in ein Wald- und Bergterrain über und hinauf zur Burgruine Rýzmburk (Rieseneburg) führt ein tiefes Tal.
Zählwerk: 9338 (von 31. 10. 2006)
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